{"id":255,"date":"2017-12-18T21:34:16","date_gmt":"2017-12-18T21:34:16","guid":{"rendered":"http:\/\/siward.de\/?p=255"},"modified":"2020-10-14T05:25:26","modified_gmt":"2020-10-14T05:25:26","slug":"18-photovoltaik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/siward.de\/?p=255","title":{"rendered":"18 Photovoltaik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Was macht \u00fcberhaupt Sinn?<\/strong><\/p>\n<p>erstmal m\u00fcssen wir klarstellen. Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenstrahlen in elektrischen Strom. Wenn die Sonne scheint wird mehr oder weniger Strom produziert, der in das Netz des Hauses eingespeist wird. Dort wird der Strom verbraucht. Wird zuviel Strom produziert, so wird der \u00fcberz\u00e4hlige Strom in das Stromnetz des Wohnpark eingespeist.<\/p>\n<p>Solarstrom, den man selbst verbraucht, braucht man nicht von der OVE kaufen. Der \u00fcberz\u00e4hlige Strom wird nach dem EEG garantiert zum Festpreis f\u00fcr 20 Jahre von der OVE abgenommen und verg\u00fctet.<\/p>\n<p>Das rechnet sich, wenn man tags\u00fcber Strom verbraucht und das Haus idealerweise ein S\u00fcdausrichtung oder auch Ost-West-Ausrichtung hat.<\/p>\n<p>Speicher rechnen sich nach meiner Berechnung noch nicht (Stand 2017). Kann man aber, wenn diese g\u00fcnstiger geworden sind, jederzeit nachr\u00fcsten. In drei bis 5 Jahren sieht es bestimmt besser aus.<\/p>\n<p>Solarthermie zur Unterst\u00fctzung der Heizung ist nicht interessant. Dazu br\u00e4uchte man Platz f\u00fcr einen Speicher. Die OVE m\u00fcsste zustimmen, und es d\u00fcrfte sich schwer amortisieren.<\/p>\n<p><strong>Mit welchen Parametern muss man planen?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nicht entscheidend, extrem viel Leistung auf dem Dach zu installieren. Denn am wirtschaftlichsten ist die Eigenversorgung zu bedienen. Man kann also mit 3,5 bis 5 kwP schon ganz gut aufgestellt sein, insbesondere bei S\u00fcdausrichtung. So wird man aus der \u00fcberschaubaren Dachfl\u00e4che genug Leistung f\u00fcr einen Vier-Personen-Haushalt generieren k\u00f6nnen, um den Grundbedarf des Hauses an vielen Tagen ganz zu decken und \u00dcberschuss an die OVE zu verkaufen.<\/p>\n<p>Wie erkenne ich die Ausrichtung meines Hauses? Wie heute \u00fcblich: mit einer App. Ich habe daf\u00fcr die App &#8222;Sonnen-Info&#8220; verwendet. Hier kann man f\u00fcr jeden Tag die Sonnenst\u00e4nde und damit auch Wirkung der PV-Anlage absch\u00e4tzen.<a href=\"http:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-301\" src=\"http:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0002-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0002-169x300.jpg 169w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0002-577x1024.jpg 577w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0002-624x1108.jpg 624w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0002.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf unser Dach (141er Mittel-Haus, Ost-West-Ausrichtung) passten je Dachfl\u00e4che 12 Module. Also insgesamt 24 Module. Auf ein Endhaus passen 16 Module (je Dachfl\u00e4che mit Dachfenster) und sogar 20 Module (je Dachfl\u00e4che ohne Dachfenster). Wie sich die Gaube der neuen H\u00e4user auswirkt, kann ich nicht sagen. G\u00e4ngige Module habe heute (stand Ende 2017) zwischen 260 und 320 Wp.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171219_110727_130.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-297\" src=\"http:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171219_110727_130-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171219_110727_130-300x300.jpg 300w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171219_110727_130-150x150.jpg 150w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171219_110727_130-624x625.jpg 624w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG_20171219_110727_130.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei einer S\u00fcdausrichtung lohnt sich eine Dachfl\u00e4che zu best\u00fccken. Bei einer Ost-West-Ausrichtung best\u00fcckt man beide Dachfl\u00e4chen. Es muss aber eh ein Fachmann beraten.<\/p>\n<p>Der Wechselrichter kann auf den Spitzboden, ebenso die Sicherungen der PV-Anlage. Dort kann man im Registerschacht dann die Kabel runter zum Hausanschluss legen, ohne das man W\u00e4nde durchbohren muss oder \u00e4hnliches.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-299\" src=\"http:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0001-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0001-300x169.jpg 300w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0001-768x432.jpg 768w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0001-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0001-624x351.jpg 624w, https:\/\/siward.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/IMG-20171219-WA0001.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kann es Probleme mit der Feuerwehr geben? Nein. Ein Modul bringt 30Volt. In Reihe kommen bei 12 Modulen ca. 360 Volt pro String an. Bis 1000Volt ist das L\u00f6schen selbst aus kurzer Distanz kein Problem. Und bis da oben sind es ein paar Meter. Also, keine Sorge, das Haus w\u00fcrde gel\u00f6scht werden.<\/p>\n<p>ABER: Achtung, teils muss man trotzdem aus Brandschutzgr\u00fcnden mit den Modulen einen Abstand zum Nachbarn einhalten. In NRW w\u00e4ren das <strong>bei realgeteilten Geb\u00e4uden ab einer Brandwand<\/strong> 0,5m bzw. 1,25m zum Nachbarn je nach Modultyp. Das steht im \u00a732 (5) LBO NRW. Da der Wohnpark eine WEG ist und damit baurechtlich ein Haus mit mehreren Wohneinheiten vorliegt, ist der Beschluss der Eigent\u00fcmergemeinschaft ausreichend. Die LBO kommt hier nicht limitierend zum Tragen. Sonst w\u00e4re es tats\u00e4chlich fatal. Dann bliebe von den 5m Hausbreite in der Mitte nur ein Streifen f\u00fcr Module, und da w\u00e4re ja auch noch ein Dachfenster. Ich sehe es so, dass wegen der LBO in manchen Bundesl\u00e4ndern bei realgeteilten Reihenh\u00e4usern letztendlich nur auf einem Endhaus noch PV sinnvoll m\u00f6glich ist.\u00a0\u00a0Bei uns war es einfacher, Beschluss reichte, der musste allerdings allstimmig sein.<\/p>\n<p><strong>Wie geht man jetzt vor?<\/strong><\/p>\n<p>Erstmal braucht man von der OVE eine kurze Best\u00e4tigung, dass man Solarstrom einspeisen kann. Und m\u00f6glichst auch, wieviel kWp, sollte man sich best\u00e4tigen lassen.<\/p>\n<p>Danach braucht man einen Beschluss der Eigent\u00fcmergemeinschaft, dass man Solarmodule auf das Dach machen darf. Wir hatten hier einen Allgemein-Beschluss abgestimmt, dass jeder auf seinem Haus eine PV-Anlage ohne nochmalige Einwilligung seiner Nachbarn errichten darf, sofern er sich um alle notwendigen Genehmigungen selbst k\u00fcmmert und er evtl. Mehrkosten (Geb\u00e4udeversicherung etc.) selbst zahlt.<\/p>\n<p>Laut Teilungserkl\u00e4rung musste bei uns der Beschluss einstimmig sein. Es reicht nicht, eine Mehrheit zu haben. Bei auch nur einer Enthaltung war es das. Hier sollte die Reihenhaus in meinen Augen mit der Zeit gehen und die Photovoltaik (wie die Markise und den grauen Stabmattenzaun) in der Teilungserkl\u00e4rung grunds\u00e4tzlich genehmigen oder z.B. die Genehmigung nur von den angrenzenden Nachbarn oder einer Mehrheit abh\u00e4ngig machen.<\/p>\n<p>Die zuk\u00fcnftige Anlage muss beim \u00f6rtlichen Energieversorger (in Dortmund die DEW21) und bei der OVE genehmigt werden. Sie muss bei der Bundesnetzagentur registriert werden. Und beim Finanzamt muss man den &#8222;Gewerbebetrieb&#8220; auch anmelden. Daf\u00fcr bekommt man vom Finanzamt aber auch z\u00fcgig die Mehrwertsteuer auf die PV-Anlage zur\u00fcck\u00fcberwiesen.<\/p>\n<p>Bei mir ist es so, dass wir 7,08 kWp installiert haben. Je Dachfl\u00e4che 3,54 kWp bei Ost-West-Ausrichtung. An Sonnentagen im Hochsommer leistet die Anlage bis zu 5 kW und \u00fcber den Tag mit Morgen- und Abendd\u00e4mmerung knapp 40kW Tagesleistung. Im Winter ist der Sonnenstand schlechter und Tag kurz. Aber auch dann sind noch\u00a0 ein paar kW m\u00f6glich, ich bin immer wieder erstaunt, dass die Anlage auch bei tr\u00fcbem Wetter und geschlossener Wolkendecke noch Strom produziert, selbst wenn es dann nur 100 &#8211; 300 Watt sind. Die Gestehungskosten liegen auf 25 Jahre gerechnet bei unter 8 Cent\/kW. F\u00fcr jedes selbstgenutzte kW brauche ich nix an die OVE bezahlen, f\u00fcr die \u00fcbersch\u00fcssigen kW erhalte ich f\u00fcr 20 Jahre garantiert 13 Cent\/kW (das ergibt sich aus dem EEG zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme). Hier sieht man, es lohnt nicht, maximale Leistung auf dem Dach zu installieren. Am lukrativsten ist\u00a0 tats\u00e4chlich nur eine optimale Eigenversorgungsrate, denn da spart man am meisten. Ich denke mit 5,5 &#8211; 8 kWp (Ost-West) oder 3,5 &#8211; 5 kWp (S\u00fcd) f\u00e4hrt man als Normalfamilie (ohne Elektroauto) am g\u00fcnstigsten.<\/p>\n<p>Die Anlage hat eine Mindestbetriebsdauer von 25 Jahren. Realistisch ist 30 &#8211; 35 Jahre.<\/p>\n<p>Ich habe bei uns Full-Black-Module montieren lassen. Die sind zwar etwas teurer, daf\u00fcr einfach sch\u00f6ner auf unserem dunklen Dach. Denn bei den Modulen sind die Photozellen und der Rahmen des Moduls komplett schwarz. Unser Anbieter hiess ReGeTech aus Bad Sassendorf (www.regetech.de). Die Leute von ReGeTech hatten noch einen grossen Vorteil: das Ger\u00fcst war im Preis inklusive. Das war nicht bei allen Angeboten der Fall.<\/p>\n<p>Zum Preis kann man wenig sagen. Es lohnt immer ein Angebot einzuholen. Bei seri\u00f6sen Anbietern ist es kostenlos und unverbindlich. Abh\u00e4ngig von der Leistung und der Himmelsausrichtung \u00e4ndert sich auch der Wechselrichter. Auch die Module unterscheiden sich stark im Preis. Da lohnt es sich, Mal mit Hersteller, Leistung, und Silbernen oder full-black-Modulen zu variieren. Eine Garantieverl\u00e4ngerung des Wechselrichters auf 10 Jahre w\u00fcrde ich empfehlen, habe ich auch genommen. Weitere Versicherungen habe ich nicht ben\u00f6tigt. Die PV ist bei uns ohne Mehrkosten im Rahmenvertrag der Geb\u00e4udeversicherung mit drin.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Montage sollte man ein paar Dachsteine in Reserve haben. Es kann immer mal einer bei der Montage brechen oder eine Ecke abplatzen. Gut wenn man passenden Ersatz bereitliegen hat. Sp\u00e4ter, wenn die Module dr\u00fcber montiert sind, kann man die Dachsteine nicht mehr so einfach tauschen.<\/p>\n<p>Die Anlage ist \u00fcber ein Netzwerkkabel mit dem Router verbunden. Ich kann jederzeit von \u00fcberall die Leistungsdaten der PV-Anlage online abfragen und sehen, was aktuell und bis dahin produziert wird bzw. wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was macht \u00fcberhaupt Sinn? erstmal m\u00fcssen wir klarstellen. Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenstrahlen in elektrischen Strom. Wenn die Sonne scheint wird mehr oder weniger Strom produziert, der in das Netz des Hauses eingespeist wird. Dort wird der Strom verbraucht. Wird zuviel Strom produziert, so wird der \u00fcberz\u00e4hlige Strom in das Stromnetz des Wohnpark eingespeist. 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